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Mit der Gründung des „Shotokan Karate Gakko Bijan Dojo Bruchköbel e. V.“ im März 2017 entstand der erste reine Karateverein in Bruchköbel.  „Sensei“ (= Meister, Lehrer, Cheftrainer) ist der gebürtige Iraner Dr. Bijan Ghazi-Bayat. Er betreibt diesen Sport seit 1973 in Deutschland. Mittlerweile hat er die Prüfung zum 5. Dan (Meistergrad) abgelegt, ist Inhaber einer B-Trainer- und einer Kampfrichter-Lizenz. Er bestimmt, entsprechend der japanischen Tradition, die Ausrichtung und inhaltliche Gestaltung der gesamten Ausbildung und nimmt auch die Prüfungen für die Schüler ab.

Die Ursprünge des Karate lassen sich bis 500 n. Chr. zurückverfolgen. Mitte der 50er Jahre kam es aus Japan zu uns nach Deutschland. Damals sah man keine Sportart darin, sondern eine eigenartige Art sich nach japanischen Vorstellungen zu bewegen. „Kara-Te“ bedeutet „leere Hand“ oder, nach alter japanischer Lesart „Hand aus China“. Die erste Lesart deutet auf eine Funktion, die zweite auf die Herkunft unserer schönen Bewegungskunst hin. Karate wird heute in aller Welt als Sport betrieben. Auch das Deutsche Olympische Sport Komitee (DOSC) unterstützt seine Ausübung und Verbreitung. Ab der Olympiade in Tokio im Jahr 2020 wird Karate offiziell auch olympische Sportart. Im SKGB e.V. praktizieren aktive Mitglieder im Alter von 5 bis 60 Jahren das Shotokan-Karate.

Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do, besonders in der von uns betriebenen Form des Shotokan-Karate, die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" so viel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinn heißt das: der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer. Das "Kara" (leer) ist aber auch ein ethischer Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu können. Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die körperliche und geistige Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung des Gegners steht an oberster Stelle.

Ähnlich wie Yoga, Chi-Gong, Tai-Chi und andere aus Fernost kommende Bewegungsformen stellt das Shotokan-Karate eine Kombination verschiedener geistiger und körperlicher Herausforderungen an den Einzelnen dar, die vor allem einer ganzheitlichen Gesunderhaltung oder Gesundung dienen. Durch die geschickte Anleitung des „Sensei“ (Meister = Cheftrainer) und seines Teams lernt jeder individuell seinen Weg, auf dem er dieses Ziel erreicht. Sportliche Komponenten wie Vergleich und Kampf sind dem untergeordnet. Jeder entscheidet für sich, ob und wie er daran teilnehmen möchte. Durch die Mitgliedschaft im Hessischen Fachverband für Karate (HfK) und im Deutschen Karate Verband (DKV) unterliegt auch der SKGB e.V. einem Reglement für die offizielle Anerkennung höherer Entwicklungsrade und für die Teilnahme an Wettkämpfen. Ebenso ist dadurch festgelegt, dass „Karate ohne Trefferwirkung“, d.h. ohne den anderen zu verletzen, trainiert wird.